FFW Falkenstein

 

 

 

 

 

 

Fahrzeuge und Technik

 

Inhalt:

Löschgruppenfahrzeug LF10/6
Tanklöschfahrzeug TLF 8/18  
Tragkraftspritzenfahrzeug TSF

Mannschaftstransportfahrzeug MTF

Auer Hotspotter
RSS
Rettungsrucksack

Atemschutzgeräte Dräger PSS100

Hohlstrahlrohr

TEMPEST-Hochleistungslüfter

Rettungssatz

Wärmebildkamera Argus 2

Rettungssäge MULTICUT

Spezial Hartmetallkette „Terminator“
Rabbit Tool
Dräger - Atemschutznotfallset





Löschgruppenfahrzeug LF10/6


Was ist ein Löschgruppenfahrzeug LF 10/6?

Der erste Teil des Wortes ist Lösch(en).
Das ist die Hauptaufgabe dieses Fahrzeuges.
Es wurde für die Brandbekämpfung, die Rettung von Menschen, die Wasserförderung über lange Wegstrecken und einfache technische Hilfeleistungen konzipiert.

Danach folgt der Begriff Gruppe. Bei der Feuerwehr ist damit eine Mannschaftsstärke gemeint. Eine Gruppe sind neun Feuerwehrangehörige, genauer gesagt ein Gruppenführer und acht ihm unterstellte (1/8).

Der Begriff Fahrzeug sollte selbsterklärend sein...


LF10/6

LF das Kürzel für ein Löschgruppenfahrzeug.

10 x 100/min Mindestpumpenleistung

6 x 100Liter mindest Löschwassertankinhalt

Das LF 10/6 ist das 'Arbeitstier' der Feuerwehr Falkenstein. Durch seine umfangreiche Zusatzausstattung ermöglicht es uns eine Vielzahl von Einsätzen erfolgreich abzuarbeiten.

Es wurde im Jahr 2003 beschafft und zu 2/3 von der Stadt Königstein und zu gut 1/3 vom Verein der Feuerwehr Falkenstein finanziert.

Weiterhin kaufte der Verein einige kostspielige Ausrüstungsgegenstände, welche in den folgenden Jahren peu a peu die Ausstattung ergänzten.

Von kleinen Ausnahmen abgesehen ist das LF 10/6 bei Einsätzen das erste Fahrzeug, welches ausrückt.

Es ist ein geländefähiges Allradfahrzeug mit Single-Bereifung, was ein Vordringen in die Waldgebiete rund um Falkenstein zulässt.

Das Falkensteiner LF verfügt über einen vergrößerten Löschwasserbehälter, 1200 statt 600 Liter, was uns an der Einsatzstelle einen größeren Spielraum zum Aufbau einer Wasserversorgung lässt.

Das Fahrzeug verfügt über zwei im Mannschaftsraum verbaute Atemschutzgeräte, welche schon auf der Anfahrt zum Einsatz angelegt werden können. Weitere zwei Atemschutzgeräte befinden sich im Geräteraum G3.
Auszug aus der Beladungsliste des LF10:

  • 30m formstabile Niederdruck-Schnellangriffsleitung mit Hohlstrahlrohr Leader Quadrafog
  • eine dreiteilige Schieb- und eine vierteilige Steckleiter
  • Haligan Tool
  • Wärmebildkamera Argus 2
  • Zwei Hohlstrahlrohre AWG Turbo Spritze 2000
  • Notfallrucksack mit Defibrillator (AED)
  • Multigas Messgerät RKI
  • Vier Atemschutzgeräte Dräger PSS100
  • Hydraulischer Rettungssatz Weber Hydraulik
  • TEMPEST-Hochleistungslüfter
  • Rettungssäge Tempest Multi-Cut
  • Mobiler Rauchverschluss RSS

Technische Daten

Hersteller Fahrzeug: IVECO
Hersteller Aufbau: Magirus
Erstzulassung: 13.03.2003
Zulässige Gesamtmasse: 10500kg
Motorleistung: 154kW
Länge: 7m
Breite: 2,5m
Höhe: 3,2m
Anzahl B- Druckschläuche: 12
Anzahl C- Druckschläuche: 12
Anzahl A- Saugschläuche: 4





Tanklöschfahrzeug TLF 8/18

Was ist ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/18?

Der erste Teil des Wortes ist Tank.
Der Begriff des Tanklöschfahrzeuges stammt noch aus einer Zeit in der Löschgruppenfahrzeuge noch nicht mit Wassertanks ausgestattet waren.
Damals waren die TLFs die einzigen Fahrzeuge, welche ohne Aufbau einer Wasserversorgung mit einem Löschangriff beginnen konnten.

Danach folgt der Begriff Lösch(en).
Analog zu den Löschgruppenfahrzeugen wird hier der Hauptzweck des Fahrzeuges beschreiben, also die Brandbekämpfung.

Der Begriff Fahrzeug sollte selbsterklärend sein...

TLF 8/18

TLF - das Kürzel für ein Tanklöschfahrzeug.
8 x100/min Mindestpumpenleistung
18 x100Liter mindest Löschwassertankinhalt

Das TLF 8/18 war das erste wasserführende Fahrzeug der Feuerwehr Falkenstein.

Seine Beschaffung im Jahre 1989 setzte für unsere Feuerwehr Meilensteine:


  • Zum einen gingen nun vor dem Löschangriff keine wertvollen Minuten mehr mit dem Aufbau einer Leitung zum Hydranten verloren,
  • zum anderen wurde das TLF komplett durch den Verein der Feuerwehr Falkenstein und getätigte Spenden der Bürgerinnen und Bürger finanziert!

Bis zum Kauf des LF 10/6 war das TLF bei Feuermeldungen im „Löschzug“ - Falkenstein das erste Fahrzeug.

Durch seine Truppbesatzung, zwei Atemschutzgeräte und eine 60m Hochdruck- Schnellangriffsleitung wurden so nicht nur schnelle Ausrückzeiten erzielt, sondern auch viele Feuer schon vor dem Eintreffen des zweiten Fahrzeuges gelöscht.

Doch spätesten seit dem Inkrafttreten der aktuellen FwDV 7, in der ein Sicherheitstrupp obligatorisch geworden ist, musste dieses System überdacht werden, und so ist heute von kleinen Ausnahmen abgesehen das LF 10/6 auch bei Bränden das erste Fahrzeug.

Das TLF hat ein Straßenfahrgestell, dennoch verfügt es über eine ausreichend starke Motorisierung, sodass mit ihm auch unbefestigte Wege bspw. zur Falkensteiner Burg befahren werden können.

Neben einer Normaldruckpumpe kann zusätzlich, wie bereits erwähnt, eine Hochdruckpumpe für den Schnellangriff zugeschaltet werden.

Das Falkensteiner TLF verfügt ebenfalls über einen vergrößerten Löschwasserbehälter in dem 2300 anstatt 1800 Liter Wasser beinhaltet sind.

Während der Anfahrt kann der Angrifftrupp bereits Atemanschluss und Flammschutzhaube anlegen, die Atemschutzgeräte sind jedoch im G1 untergebracht.

Auszug aus der Beladungsliste des TLF:

  • 60m formstabile Hochdruck-Schnellangriffsleitung
  • Eine zweiteilige Steckleiter
  • Ein Hohlstrahlrohr Leader Quadrafog
  • Wärmespürgerät Auer Hot-Spotter
  • Zwei Atemschutzgeräte Dräger PSS100

Technische Daten

Hersteller Fahrzeug: Arbeitsgemeinschaft MAN+VW
Hersteller Aufbau: Ziegler
Erstzulassung: 10.05.1989
Zulässige Gesamtmasse: 7,49t
Motorleistung: 110kW
Länge: 5,9m
Breite: 2,5m
Höhe: 2,7m
Anzahl B- Druckschläuche: 5
Anzahl C- Druckschläuche: 6
Anzahl A- Saugschläuche: 4





Tragkraftspritzenfahrzeug TSF

Was ist ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF?

Der erste Teil des Wortes ist Tragkraftspritze.
Dies ist eine mittlerweile veraltete Bezeichnung für eine tragbare Feuerlöschkreiselpumpe.

Der Begriff Fahrzeug sollte selbsterklärend sein...

Das TSF der Feuerwehr Falkenstein stammt aus dem Jahre 1984.
Es agiert im „Zugverband“ als unterstützende Einheit für LF und TLF und rückt bei Bränden als drittes und bei technischen Hilfeleistungen als zweites Fahrzeug aus.

Seine Hauptaufgaben sind die Wasserentnahme aus offenen Gewässern und die Wasserförderung über lange Wegstrecken insbesondere in Waldgebieten.

Ebenso kann es aber auch mit dem TLF ergänzt werden, so dass man auf eine Gruppe mitsamt  wasserführendem Fahrzeug zurückgreifen kann, die selbständig agieren können.

Das TSF verfügt über eine im Heck eingeschobene Tragkraftspritze, welche die „alte“ Bezeichnung
TS 8/8 trägt. Nach neuer Norm würde es sich wohl eher um eine PFPN 10-1000 handeln. 
Obwohl sich Bezeichnung der Pumpe geändert hat, bleibt der TSF aber, zumindest vorerst, erhalten.

Auch das TSF hat ein Straßenfahrgestell und einen feuerwehrtechnischen Aufbau der Firma Ziegler.


Technische Daten


Hersteller Fahrzeug: Daimler-Benz
Hersteller Aufbau: Ziegler
Erstzulassung: 01.06.1984
Zulässige Gesamtmasse: 3,49t
Motorleistung: 70kW
Länge: 5,3m
Breite: 1,975m
Höhe: 2,42m
Anzahl B- Druckschläuche: 8
Anzahl C- Druckschläuche: 11
Anzahl A- Saugschläuche: 5





Mannschaftstransportfahrzeug MTF

Was ist ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF?

Der erste Teil des Wortes ist Mannschaft.
Bei der Mannschaft handelt es sich um die Feuerwehrangehörigen im Einsatz.

Danach folgt der Begriff Transport. Der Transport von Feuerwehrangehörigen ist die Hauptaufgabe dieses Fahrzeuges.

Der Begriff Fahrzeug sollte selbsterklärend sein...

Das MTF wurde 1992 beschafft.  Eigentlich handelt es sich hierbei, aufgrund der Pritsche, um einen GW-L.

Das MTF wird multifunktional eingesetzt.
Es dient als Nachschubfahrzeug bei Ölspuren oder Unwettereinsätzen. Ebenso kann es sein, dass es bei unklaren Alarmmeldungen als erstes Fahrzeug zur Erkundung mit 1/1 in ELW- Funktion ausrückt.

In den letzten Monaten wurde das MTF mit einer Kiste zur Verkehrsabsicherung beladen, welche Solarblitze und Verkehrsleitkegel beinhaltet.


Technische Daten

Hersteller Fahrzeug: Daimler-Chrysler
Erstzulassung: 14.12-1992
Zulässige Gesamtmasse:
Motorleistung: 70kW
Länge: 5,61m
Breite: 2,08m
Höhe: 2,65m





Auer Hotspotter

Ein sehr einfaches Hilfsmittel um verdeckte Brandstellen, z.B. hinter Wandverkleidungen, entdecken zu können. Der Hot-Spotter wird auf einen Gegenstand im Raum gerichtet und aktiviert. Richtet man ihn nun auf einen anderen Gegenstand, und dieser strahlt mehr Wärme ab, schlägt er Alarm.

Schon lange bevor bei Feuerwehren Wärmebildkameras eingeführt wurden leistete dieses Gerät wertvolle Dienste und ist auch heute noch im Einsatz.





RSS

Der Anfang 2009 beschaffte mobile Rauchverschluss der Firma Reick ist eine Ergänzung zu dem Turbo-Lüfter Hurricane.

Die Herstellerbezeichnung des Rauchverschlusses ist RSS (Reick’s Smoke Stopper), umgangssprachlich, wird er aber auch als Rauchvorhang bezeichnet.

Die Aufgabe dieses RSS ist das zurückhalten von Brandrauch. Eingesetzt wird der Vorhang in die Tür vor dem Betreten des verrauchten Bereiches. 

Der Rauchverschluss besteht aus einem ausziehbaren, U-förmigen, Rahmen samt Spannvorrichtung und einen ca. 1,9m langen Vorhang aus Polyamidfaser.

Stellt nun der vorgehende Trupp fest, dass hinter einer Tür Verrauchung vorherrscht, setzt er den Rahmen vor dem endgültigen Öffnen der Tür in der Türzarge ein. Anschließend kann die Tür geöffnet und der Raum betreten werden, ohne dass der Rauch sich weiter ausbreitet und möglicherweise Flucht- und Rettungswege unpassierbar macht.

Den Rauchverschluss gibt es in zwei Ausführungen.
Die Ausführung „A“ hat die passende Größe für normale Türen von Wohnhäusern, die Ausführung „XL“ dient dem Abschluss von überbreiten Türen, wie sie in Krankenhäusern oder Hotelfluren verwendet werden.

Die Feuerwehr Falkenstein verfügt über den RSS in der Ausführung „A“. Er ist im Geräteraum G3 auf dem LF 10/6 verlastet.


Technische Daten

Ausführung A
Transportmaß (l x b): 70 cm x 50 cm   
Gewicht: 3,9 kg            
Geeignet für Türbreiten: 69 cm - 118 cm    
Abdichthöhe: bis 195 cm          





Rettungsrucksack

Hilfe!!

Es wird von uns erwartet:  "DIE FEUERWEHR HILFT".
Nicht nur bei Feuer, nein auch in der Ersten Hilfe werden wir immer mehr gefordert.

Um besser helfen, Erste Hilfe leisten zu können, besitzen wir, die Feuerwehr Falkenstein, einen Rettungsrucksack.
Medizinische Notfälle können entstehen bei:

    - Türöffnungen in Notlagen
    - Verkehrsunfällen
    - unklaren medizinischen Ereignissen (Unwohlsein, Schwindel, Herzschmerzen usw.)
    - Erstmaßnahmen, wenn der Rettungsdienst weitere Anfahrtswege hat (First Responder)
    - Übungen und sonstigen Einsätzen der Feuerwehrleute (Eigenschutz)

Wir müssen und wir werden helfen!

Der Rettungsrucksack beinhaltet:
    - Desinfektionsmittel: vor und nach dem Einsatz
    - Kochsalzlösung: zum Ausspülen bei Verletzungen der Augen
    - Verbandmaterial: vom Pflaster bis zum Druckverband
    - Rettungsdecken: zum Wärmeerhalt
    - Rettungstuch: zum schnellen Transport von Verletzten aus dem Gefahrenbereich
    - Kühlkissen: zum Kühlen bei Verstauchungen und Brüchen
    - Schienmaterial: zum Stabilisieren bei Verstauchungen und Brüchen
    - Halskrause: Stabilisierung der Halswirbelsäule nach Unfällen
    - Blutdruckmessgerät: Erkennen von Kreislaufschwierigkeiten
    - Absaugvorrichtung: Freimachen des Mund- und Rachenraums zur Atemwegssicherung
    - Beatmungsbeutel: Sicherstellung der Sauerstoffzufuhr bei Atemstillstand
    - AED : Automatisierter Externer Defibrilator. Er kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen, wie Kammerflimmern und Kammerflattern, beenden.
     

Der Rucksack ist auf dem LF10/6 verlastet.
Er ist somit bei jedem Einsatz und bei jeder Übung immer dabei.
Unsere Mitglieder der Einsatzabteilung werden jährlich durch das Deutsche Rote Kreuz am Defibrillator bzw. der Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult, um die nötigen Handgriffe zu beherrschen, wenn sie von Nöten sind!

Der Rucksack, sowie der komplette Inhalt wurden vom Verein Freiwillige Feuerwehr Falkenstein angeschafft.





Atemschutzgeräte Dräger PSS100

Als Atemschutzgeräte stehen im Stadtgebiet Königstein Geräte vom Typ PSS100 der Fa. Dräger zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Überdruckgeräte und Lungenautomaten mit Steckanschluss.

Zur Eigensicherung der vorgehenden Trupps sind ein Totmannwarner (Bewegungsmelder) und eine Rettungsschere an den Geräten befestigt. Die Totmannwarner dienen dem schnellen Auffinden eines verunfallten Trupps. Beim Vorgehen in ein Gebäude wird dieser aktiviert und zusammen mit einem Namensschild des Truppmitglieds an die Atemschutzüberwachung übergeben.

Sobald der Träger des Gerätes sich eine gewisse Zeit nicht bewegt erfolgt ein Erinnerungston. Bleibt eine Bewegung aus ertönt ein lauter Ton, der einem Rettungstrupp das Auffinden erleichtern soll. Außerdem macht das Gerät mit einem Blinken in ROT auf sich aufmerksam.

Sollte sich der Trupp  in einer Leine oder ähnlichem verfangen hilft ihm die vorhandene Schere weiter. In einem verrauchten Raum kann eine solche Situation sonst schnell lebensbedrohlich werden.
Zur Selbstrettung eines Truppmitglieds bzw. zur Rettung von leblosen Personen wurde an den Flaschen eine Rettungsschlaufe angebracht. Im Prinzip besteht diese aus einem Stück Seil und einer Schlaufe an jedem Ende. So kann durch eine Person relativ simpel eine weitere Person aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Zur Kennzeichnung von durchsuchten Räumen befindet sich ein Stift an den Schultergurten der Geräte.




 
Hohlstrahlrohr
(AWG Turbo Spritze 2000)

Anfang des Jahres 2008 beschloss die Feuerwehr Falkenstein zwei neue Hohlstrahlrohre aus der Vereinskasse zu beschaffen. Es galt ein leistungsfähiges Strahlrohr zu finden, welches robust und absolut sicher in der Bedienung war (rastende Flash-Over Stellung und Pointer) sowie  mehr Durchflussmenge als das bisherige Model hatte ( > 135 l/min).

Auch das  Preis- Leistungsverhältnis war ein wichtiges Kriterium.

Man entschied sich schließlich für die Turbo-Spritze 2000 der deutschen Firma AWG.
Bei diesem Strahlrohr handelt es sich um ein Rohr der Kategorie 1 (variable Strahlform – variabler Durchfluss). Es hat eine einstellbare Durchflussmenge von max. 230 Liter /min.

Die Wasserabgabe erfolgt stufenlos in Form von Voll- oder Sprühstrahl, wobei die Vollstrahlposition, die Flash-Over Position und der Mannschutz durch eine Rasterstellung ertastbar ist. Die Einstellung des Sprühbildes erfolgt über den Strahlrohrkopf.

Die Flash-Over Position zur optimalen Bekämpfung einer Rauchdurchzündung bzw. zur Brandrauchkühlung erzeugt einen 45 ° Sprühkegel und ist zusätzlich zu der Rasterung mit einem Pointer, also einer großen Nase, versehen, welche bei dieser Stellung nach oben zeigt.

Die Durchflussmenge ist an einem Stellkranz hinter der Strahlbildverstellung regelbar.
Auch hier gibt es Rasterstellungen für unterschiedliche Mengen.
Diese befinden sich bei 60 – 130 – 235 l/min. Zusätzlich ist die 130er-Stellung mit einem Pointer versehen.

Die Standarteinstellung bei den Hohlstrahlrohren in Falkenstein sollte die Flash-Over Stellung zusammen mit den 235 l/min Durchflussmenge sein. Gerade beim Öffnen von „heissen Türen“ ist es uns wichtig so schlagkräftig wie möglich mit den gegebenen Mitteln zu sein.
Ergibt der anschließende Temperaturcheck mit dem Rohr keine Gefährdung sind die Trupps angehalten die Durchflussmenge, zum Verhindern von Wasserschäden, zu reduzieren.


Technische Daten
Sprühwinkel: Stufenlos bis 120 °
Durchflussmenge bei 6 bar: 120-230 l/min einstellbar
Wurfweite (Vollstrahl): 29-32 m
Abmessung L x B x H: 20x9x6x228 mm
Anschluss: Storz C-Anschluss





TEMPEST-Hochleistungslüfter - der Neue
 
 
Der 1989 in Betrieb genommene Turbo - Lüfter Hurricane der Firma Leader wurde im November 2011 durch einen TEMPEST-Hochleistungslüfter mit stufenlos regelbarem Elektroantrieb ersetzt.

  Die technischen Daten ...
 
Typ: EV 18-1,5 LN 
Wechselstrommotor: 230V, 50 Hz, 1,5 kW 
Schutzart: IP 55 
Propeller-Ø: 460 mm (18“) 
Propeller-Drehzahl: 1100 - 2800 1/min 
Luftleistung AMCA 240: 6.000 - 17.500 m³/h 
Abmessungen (bxhxt): 590 x 610 x 500 mm 
Gewicht: 35,5 kg
   
 ... zeigen, dass der neue Überdrucklüfter mit Elektroantrieb, sowie mit einer Drehzahlregulierung ausgestattet ist. 
Der große Vorteil - der Lüfter kann direkt in Treppenhäusern, in Wohnungen und einzelnen Zimmern betrieben werden. 
Hierbei entstehen keine giftigen Abgase und durch die Drehzahlregulierung kann die Luftmenge so gesteuert werden, dass keine Schäden an der Einrichtung entstehen. 
Bei diesem Lüftermodel wird ein Luftüberdruck erzeugt, der den Rauch durch eine gesteuerte Öffnung (Fenster, Tür) presst und somit Gebäudeteile rauchfrei macht bzw. rauchfrei hält.  
 
Der Elektrofüfter ist auf dem Löschgruppenfahrzeug verlastet und bildet mit dem vorhandenen Rauchvorhang eine wichtige taktische Einheit. 
So kann der Rauchvorhang an der Brandtür gesetzt werden und der Lüfter verhindert durch den entstehenden Überdruck eine Rauchausbreitung in der Wohnung bzw. im Treppenhaus. 
Dies ermöglicht ein Erhalt des Fluchtweges für Anwohner, Feuerwehreinsatzkräfte, verhindert eine Schadensausbreitung durch Rauch und Ruß, und verbessert die Sichtverhältnisse an der Einsatzstelle.  
Durch den Elektroantrieb ist es nun auch möglich, den Lüfter im Gebäude zu betreiben.
 
Dies kann besonders bei großen Gebäuden wie Krankenhäusern, Kliniken, Altenheimen von Vorteil sein.

 
Diese Art von Lüfter ist der Erste und bis jetzt einzige im Stadtgebiet Königstein.

 





Rettungssatz

Im Jahr 2009 wurden bei den Feuerwehren Königstein und Falkenstein die vorhandenen Hydraulischen Rettungsgeräte durch aktuelle Geräte der Fa. Weber Hydraulik ersetzt. Dies ist durch die immer stabiler werdenden Fahrzeuge nötig geworden. Mit den damals vorhandenen Geräten war bei Neufahrzeugen kein Durchkommen mehr möglich. Seitenaufprallschutz und sonstige Verstärkungen der Fahrgastzelle machen es den Feuerwehren immer schwieriger an die Verunfallten heranzukommen.

Den Großteil der Kosten hierfür, in Falkenstein ca. 11.000€, wurden durch die Vereine der Feuerwehren getragen.

Beide Feuerwehren beschafften die gleichen Aggregate und Scheren. Bei den Aggregaten fiel die Entscheidung auf einen Elektroantrieb, da sich auf beiden Fahrzeugen (LF10/6 Falk. und HLF Kgst) Stromerzeuger befinden. Bei der Schere wurde auf Grund der größeren Schneidleistung (bis 105 Tonnen) die RS170-105 gewählt, auch wenn diese eine etwas kleinere Öffnungsweite der Spitzen mitbringt. In Falkenstein entschied man sich für den Spreizer SP49, in Kgst wird ein SP60 vorgehalten. Somit stehen ein etwas handliches Gerät und ein stärkeres Modell zur Verfügung. Bei dem beschafften Rettungszylinder handelt es sich um einen RZT2-1450. Ein Zylinder wird eingesetzt, wenn der Spreizer mit seiner Öffnungsweite an seine Grenzen stößt. Mit dem RZT2-1450 können Öffnungen bis 1450 mm geschaffen werden. Für etwas kleinere Öffnungen steht uns noch ein RZ1-850 zur Verfügung (Öffnungsweite 850 mm).

Durch die zeitgleiche Alarmierung stehen immer zwei komplette Rettungssätze im Stadtgebiet zur Verfügung. Alle Gerätschaften sind mit Single-Kupplungen ausgestattet, was einen schnellen Austausch der Geräte, auch untereinander, ermöglicht.





Wärmebildkamera Argus 2

Mit einer Wärmebildkamera lassen sich Brandstellen oder Personen auch in verrauchten Räumen klar erkennen. Mit Ihr ist es möglich einen Raum durch einen Rundumschwenk mit der Kamera schnell abzusuchen. Ohne eine WBK muss der vorgehende Trupp seine Umgebung ertasten und verliert somit wertvolle Zeit bei der Suche nach Vermissten.

Alle Gegenstände, die wärmer als die Umgebung sind werden heller dargestellt. Auch bei Personensuchen im Waldgebiet leistet diese gute Hilfe.

Die WBK wurde vor einigen Jahren bei einem Internetauktionshaus entdeckt und glücklicherweise durch den Verein ersteigert.





Rettungssäge MULTICUT

Die MULTICUT der Firma Tempest aus den USA ist eine für die Feuerwehren entwickelte  Allround-Motorsäge.
 
Im Gegensatz zu „gewöhnlichen“ Motorsägen verfügt die MULTICUT über eine grössere Motorleistung, einen Schnitttiefenanschlag und eine spezielle Kette.

Diese Kette ist das Herzstück der MULTICUT und verleiht ihr ihren Namen. Mit dieser ist es nämlich möglich nicht nur Holz zu schneiden, sondern auch Teer- und Dachpappe, Verbundglasscheiben, Bleche, Plexiglas, Leichtmauerwerk (Ytong etc.) sowie Balken samt Nägeln und Schrauben.

Im Einsatz werden mit der MULTICUT vertikale Abluftöffnungen geschaffen oder nach Glutnestern, vornehmlich im Dach- und Deckenbereich, gesucht. Des weiteren lassen sich Rettungsöffnungen in Türen und Scheiben schaffen.

Die MULTICUT der FF Falkenstein wurde im Jahre 2003 zeitgleich mit dem LF 10/6 beschafft und war eine der ersten Rettungssägen im Hochtaunuskreis. Auch diese Investition tätigte der Verein der Feuerwehr Falkenstein komplett alleine.


Technische Daten

Einzylinder-Zweitaktmotor: HUSQVARNA 372 XP
Leistung:   3,9 kW (5,3 PS)  
Hubraum:   
70,7 ccm     
maximale Drehzahl: 13.500 - 1/min.
 
Schnitttiefe:   40 cm / 50 cm   
Gewicht: 
9,6 kg / 10,0 kg 
 
     
  




Spezial Hartmetallkette „Terminator“

  • 404-Teilung
  • Schneidkörper aus speziell gesintertem Wolfram-Hartmetallaufsatz mit ca. 180° umlaufender Schnittfläche.
  • Ausgebildete Doppelglieder, dadurch nahezu reißfest.
  • doppelte Tiefenbegrenzerführung.
  • Hält bis zu 20 mal länger als vergleichbare Hartmetallketten.
  • Kosten pro Stück: ca. EUR 300,-




Rabbit Tool

Das Rabbit Tool System bietet maximale Kraft in kürzester Zeit. Innerhalb von Sekunden können
verschlossene Türen mit einer Kraft von 35, 6 kN geöffnet werden.

Deshalb wird das Gerät auch nur eingesetzt wenn es keine andere Möglichkeit gibt bzw. der entstehende Schaden gerechtfertigt werden kann.

Für normale Türöffnungen, z.B. für den Rettungsdienst, steht uns ein Türöffnungsrucksack mit verschiedenen Werkzeugen zur Verfügung.

Das Gerät wird mit einer Handpumpe betrieben und ist daher flexibel und mobil an jeder Einsatzstelle einsetzbar. Durch den manuellen Betrieb kommt dieses Spezialgerät auch in geschlossenen Räumen oder in explosionsgefährdeter Umgebung zum Einsatz

Es befindet sich auf unserem Löschgruppenfahrzeug LF 10/6



Dräger - Atemschutznotfallset


Ein Lebensretter für Lebensretter

Was passiert wenn UNS was passiert ?

Mit UNS meinen wir uns Feuerwehrleute, die sich unter Atemschutz in einem brennenden Gebäude befinden.

Seid dem 16.03.2012 ist die Feuerwehr Falkenstein im Besitz eines "Atemschutznotfallsets"
Mit Hilfe dieser Notfalltasche ...

-    Tasche (zum schnellen Transport der einzelnen Einheiten)
o    Rettungstuch zum schnellen Transportieren eines Verunfallten
o    Atemschutzgeräte (Luftvorrat für ca. 20 Minuten)
o    Rettungshaube - sie ist dem Verunfallten leicht über den Kopf zu ziehen. Sie versorgt den Verletzten mit Atemluft und verhindert so das Einatmen giftiger Rauchgase. Durch das einfache Überziehen kann diese Haube auch bei „Nichtfeuerwehrleuten“ genutzt werden.
 

... ist es möglich, verunfallte Feuerwehrleute, sowie Personen, die vor Atemgiften geschützt werden müssen, schnellstmöglich zu retten und mit Atemluft zu versorgen.

Bei jedem Atemschutzeinsatz muss ein Sicherheitstrupp bereitgestellt werden. Er nutzt das  Atemschutznotfallset mit der integrierten Ausrüstung, um sofort Hilfe leisten zu können.

Trupp = zwei Feuerwehrleute, die immer gemeinsam tätig werden.

Sicherheitstrupp = ein mit Atemschutzgeräten - und jetzt mit Atemschutznotfallset - ausgerüsteter, sofort verfügbarer Trupp, dessen Aufgabe es ist, bereits eingesetzten Atemschutztrupps im Notfall unverzüglich Hilfe zu leisten.

Gekauft wurde diese Notfalltasche durch Spenden aus dem Erlös der Königsteiner Gala 2011.

 
 

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